Laden...
< Zurück zur Übersicht < Zurück zur Übersicht

Unabhängige Privatbrauereien Österreichs

UNABHÄNGIGE PRIVATBRAUEREIEN ÖSTERREICHS
‚FÜR IMMER KONZERNFREI‘

  1. BIER VON OESTERREICHISCHEN PRIVATBRAUEREIEN

TRÄGT JETZT EIN HERKUNFTS-SIEGEL

Paukenschlag in der heimischen Bierszene: Zehn Privatbrauereien schließen sich zu den ‚Unabhängigen Privatbrauereien Österreichs‘ zusammen. Zum Schutz der österreichischen Braukultur, unter dem Motto ‚für immer konzernfrei‘.

Bereits 6 von 10 Bieren, die in Österreich getrunken werden, stammen von internationalen Großkonzernen. Höchste Zeit, ein Zeichen zu setzen, finden die österreichischen Privatbrauereien. Ein Herkunfts-Siegel soll ab sofort transparent machen, wer hinter einem Bier steckt.

Herkunfts-Siegel schafft Transparenz

‚Österreichische Privatbrauerei – 100 % unabhängig‘ – so steht es auf dem neu geschaffenen Siegel, das ab sofort die Flaschen, Dosen und Verpackungen der zehn Privatbrauereien ziert, die sich zur Vereinigung ‚Unabhängige Privatbrauereien Österreichs‘ zusammengeschlossen haben.
Diese sind: die Ottakringer Brauerei (Wien), Stieglbrauerei zu Salzburg, Braucommune in Freistadt (Oberösterreich), Privatbrauerei Hirt (Kärnten), Mohrenbrauerei (Vorarlberg), Brauerei Murau (Steiermark), Brauerei Schloss Eggenberg (Oberösterreich), Trumer Privatbrauerei (Salzburg), Bierbrauerei Schrems (Niederösterreich), Privatbrauerei Zwettl (Niederösterreich).

Informierte BiergenießerInnen

Österreich ist ein Land mit einer langen eigenständigen Biertradition. Doch heute ist der österreichische Biermarkt gespalten. Rund zwei Drittel werden von einem internationalen Großkonzern dominiert. Die bunte Szene der regionalen Privatbrauereien macht nur noch rund ein Drittel aus. Die unabhängigen Privatbrauereien sehen deshalb die Ursprünglichkeit der österreichischen Brautradition gefährdet.

Letztlich liegt die Entscheidung aber bei den BiergenießerInnen. Sie haben die Wahl – vorausgesetzt, sie verfügen über transparente Informationen. Diese liefert das Herkunftssiegel. So können die KonsumentInnen schon vor dem Regal auf einen Blick erkennen, ob sie zu einem Produkt eines internationalen Konzerns greifen, oder zu einem Bier aus einer österreichischen Privatbrauerei, die sich ihre Unabhängigkeit bewahrt hat. KonsumentInnen werden immer kritischer. Auf ihrer Suche nach dem Echten, Authentischen, brauchen sie beim Einkauf die richtigen Informationen – klar, eindeutig und nachvollziehbar.

‚Wir wollen ein Zeichen setzen für unser Bier. Wir wollen österreichische Privatbrauereien stärken, die sich nicht von Großkonzernen vereinnahmen lassen‘, begründet Aufsichtsrat der Ottakringer Brauerei Sigi Menz das Engagement seines Unternehmens.

Das neue Siegel soll Aufklärung und Transparenz schaffen. Privatbrauereien, die das neue Siegel verwenden, sind:

Das Siegel zeichnet somit Unternehmen aus, die zu hundert Prozent in österreichischem Eigentum stehen. Sie tragen damit zum Gemeinwohl des Landes bei und leisten mit ihren Steuern und Abgaben einen fairen Beitrag zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und anderen Aufgaben der öffentlichen Hand. Von den Steuern der Privatbrauereien profitieren alle Österreicherinnen und Österreicher.

‚Mit dem Siegel wollen wir die Menschen in unserem Land auf das Bier von Privatbrauereien aufmerksam machen‘, erläutert Ewald Pöschko, Geschäftsführer der Braucommune in Freistadt und Obmann des neuen Vereins, ‚unsere Botschaft lautet: Wir sind nicht von internationalen Großkonzernen abhängig, sondern erwirtschaften unsere gesamte Wertschöpfung im Inland und zahlen auch hier alle unsere Steuern.

Marktkonzentration und Vielfalt

Mit ihrer Initiative wollen die ‚Unabhängigen österreichischen Privatbrauereien‘ die Vielfalt der echten österreichischen Bierkultur fördern. Die 10 Privatbrauereien haben ihren Sitz in jeweils unterschiedlichen österreichischen Regionen, von Dornbirn bis Wien, und pflegen dort authentische regionale Traditionen. Sie sind ein Garant für die historisch gewachsene Biervielfalt in Österreich und liefern so die Antwort auf das Vordringen des globalisierten Einheitsgeschmacks.

Auslöser für die Initiative der 10 Privatbrauereien sind die Marktverzerrungen am heimischen Biermarkt, die von den mittelständischen Privatbrauereien schon länger mit Sorge beobachtet werden. Denn als Folge von jahrelangen Fusionen und Übernahmen wird der österreichische Biermarkt heute von Konzernstrukturen dominiert.

Die Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft. Durch den monatelangen Ausfall der Gastronomie brach der Bierkonsum ein. Die internationalen Großkonzerne reagierten darauf mit scharfen Preiskämpfen, bei denen die Privatbrauereien nicht mithalten können und wollen. Gleichzeitig löste die Corona-Pandemie aber auch eine ganz andere Entwicklung aus, nämlich eine Besinnung auf das Österreichische, Authentische, auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

‚Wir haben eine paradoxe Situation‘, findet Stiegl-Eigentümer Dr. Heinrich Dieter Kiener: ‚Auf der einen Seite zeigt sich die Bierszene in Österreich mit rund 300 Klein- und Kleinstbrauereien noch nie so dynamisch wie heute. Auf der anderen Seite sind zwei Drittel des Marktes in einer Hand.

Die Vereinigung ‚Unabhängige Privatbrauereien Österreichs‘ wird wachsen

Im Hinblick auf das Ziel, die authentische, österreichische Braukultur zu fördern, hat die neue Vereinigung bestimmte Kriterien entwickelt. Die wichtigsten sind: Die Privatbrauerei und ihre Eigentümer müssen ihren Sitz in Österreich haben und dürfen unter keinem Einfluss eines ausländischen Unternehmens stehen. Sie muss seit drei Jahren gewerblich als Privatbrauerei in Österreich tätig sein und die Braustätte muss real existieren – nicht nur der Markenname.

Dafür spielt die Größe der Privatbrauerei keine Rolle, auch Kleinstbrauereien sind zugelassen, sofern sie die Kriterien erfüllen.

Die Biere, die derzeit dieses Siegel tragen, machen einen Anteil von rund 28 % des österreichischen Biermarktes (Inlandsausstoß 8 Millionen Hektoliter im Jahr 2020) aus. Die Initiative dieser 10 Privatbrauereien soll aber nur der Startschuss sein. Die Vereinigung will weitere Mitglieder aufnehmen und eines Tages möglichst viele unabhängige Privatbrauereien Österreichs unter einem Dach vereinen.

  • BIER IN ÖSTERREICH: TRADITION UND MARKTENTWICKLUNG

Bier ist das populärste Getränk in Österreich. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von derzeit 96,8 Liter (im Jahr 2020) liegt Österreich auf Rang zwei der weltweiten Statistik, annähernd gleichauf mit Deutschland und hinter Tschechien.

Die heimische Brautradition reicht bis weit ins Mittelalter zurück und hat regional höchst unterschiedliche Bierstile hervorgebracht. Im Jahr 1841 ging eine nachhaltige Revolution für die gesamte Braubranche von Österreich aus, als nämlich Anton Dreher das untergärige Lagerbier erfand. Da untergärige Biere leichter gelagert und transportiert werden konnten, verschwanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach und nach die kleinen Gasthausbrauereien, es entstand eine vielfältige Landschaft von mittelständischen Brauereien, die meisten davon fest in ihrer Region verankert und auf die unterschiedlichen Vorlieben der Menschen in den Regionen eingestellt.

In den Krisenjahrzehnten nach dem Ersten Weltkrieg sank der Bierverbrauch stark ab. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erholte sich die Branche wieder allmählich. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Jahreskonsum lag 1937 bei 32 Liter, 1950 bei 45 Liter und 1992 bei 122 (Höchststand) Aktuell werden in Österreich pro Kopf (2020) 96,8 Liter Bier getrunken.

Parallel zum steigenden Verbrauch kam es aber auch zu einer Konsolidierung auf Unternehmensebene. Fusionen und Aufkäufe ließen immer weniger, dafür immer größere Firmengruppen entstehen. In den 1990er-Jahren hatte die Fusionswelle zwei bedeutende Braukonzerne hervorgebracht, die Brau AG und die Steirerbrau. Als diese 1998 zur Brau Union Österreich AG verschmolzen wurden, entstand ein Unternehmen in marktbeherrschender Größe. Österreichweit gab es zu dieser Zeit noch rund 50 eigenständige Braustätten.

2003 wurde die Brau Union AG zu 100 % von Heineken International übernommen. Mit Sitz in Amsterdam (Niederlande) ist Heineken aktuell der zweitgrößte Braukonzern der Welt.

‚Die Geschichte des österreichischen Bieres war in den letzten 30 Jahren eine Geschichte der Fusionen und Konzentrationen‘, resümiert Ewald Pöschko, Geschäftsführer der Braucommune in Freistadt und Obmann der ‚Unabhängigen Privatbrauereien Österreichs‘, ‚das heißt aber nicht, dass es immer so weitergehen muss. Mit unserer Initiative wollen dafür sorgen, dass die österreichischen Privatbrauereien am Markt sichtbarer werden. Das Siegel wird eine Orientierungshilfe für die Menschen sein, die beim Einkauf bewusst entscheiden wollen, zu welchem Bier sie greifen.

Die internationale Ebene

Auf internationaler Ebene ist die Bierindustrie immer noch von Übernahmen geprägt: Die Gruppe AB InBev wurde zur weltweiten Nummer eins, als der US-Konzern Anheuser Busch 2008 von der belgisch-brasilianischen Inbev-Gruppe aufgekauft worden war. 2011 übernahm die britische SABMiller-Gruppe die australischen Foster’s-Brauereien, worauf sich in der Folge 2015 Anheuser Busch SABMiller einverleibte.
Der weltweite Bierausstoß von Heineken betrug 2019, vor dem Corona-bedingten Einbruch, 241,4 Millionen Hektoliter. Diese Beispiele illustrieren die eine Seite der Brauwirtschaft.

Renaissance der regionalen Privatbrauereien

Auf der anderen Seite entstand in den vergangenen 10 Jahren in Österreich eine Renaissance der regionalen Privatbrauereien. Sie setzen dem internationalen Einheitsgeschmack der global vertriebenen Produkte eine individuelle Vielfalt entgegen.

Das Pandemie-Jahr 2020 brachte zwar einen Einbruch bei Umsätzen und Pro-Kopf-Verbrauch. Doch davon abgesehen ist der Markt seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich gewachsen.

Die Heineken-Tochter Brau Union Österreich setzt mit ihren Braustätten in Österreich jährlich rund 5 Millionen Hektoliter Bier ab und hat damit 2/3 Marktanteil.

Im anderen Drittel herrscht Vielfalt, denn es gibt inzwischen österreichweit wieder mehr als 300 Braustätten – eine der höchsten Brauereidichten weltweit. Die meisten davon sind Klein- und Kleinstbrauereien, die in den Szenelokalen stark im Trend liegen.

  • DIE MITGLIEDER DER ‚UNABHÄNGIGE PRIVATBRAUEREIEN ÖSTERREICHS‘

Stand. 21. September 2021

Obmann: Ewald Pöschko, Braucommune in Freistadt

Obmann Stellvertreter: Dr. Heinrich Dieter Kiener, Stieglbrauerei zu Salzburg

Ottakringer Brauerei, Ottakringer Brauerei GmbH, Ottakringer Platz 1, 1160 Wien

Kurzprofil:

Die Ottakringer Brauerei ist die letzte große Wiener Brauerei und gleichzeitig eine der letzten großen unabhängigen Brauereien Österreichs. Vor über 180 Jahren gegründet, steht das Familienunternehmen heute für kompromisslos hohe Qualität, Bier-Vielfalt und Wiener Lebensfreude. Im Herzen des 16. Bezirks ansässig ist Ottakringer sehr viel mehr als nur eine Brauerei – hier begegnen sich Menschen, hier wird gefeiert, genossen, hier kommen Alt und und Jung zusammen in einer einmaligen Event-Location. Die Bierspezialitäten reichen vom Hellen, über das Bio-Zwickl, das Wiener Original oder das Rote Zwickl bis zum Pils, dem Ottakringer Dunklen oder dem alkoholfreien Null Komma Josef – jede Biersorte erzählt eine lange Geschichte, ist trotzdem immer am Puls der Zeit, soll einfach nur gut schmecken. Derzeit werden 430.000 Hektoliter Bier (2020) produziert.

177 MitarbeiterInnen

Stieglbrauerei zu Salzburg, Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH, Kendlerstraße 1 5020 Salzburg

Kurzprofil:

Als ‚Prewhaus bey dem Stieglein auf der Gstettn‘ ist die Salzburger Brauerei 1492 erstmals erwähnt. Die kleine Stiege wurde zum Namensgeber, auch wenn sich die Brauerei längst im Stadtteil Maxglan niedergelassen hat. Seit 1887 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Familie und wird auch operativ vom Eigentümer Dr. Heinrich Dieter Kiener geführt. Der Name Stiegl ist untrennbar mit Salzburg verbunden. Nachhaltigkeit, die Verwendung regionaler Rohstoffe und ein eigenständiger Braustil gelten buchstäblich seit Jahrhunderten als prägende Eigenschaften des Unternehmens. Die Stiegl-Biere, wie das Stiegl-Goldbräu, das Stiegl-Hell, oder das Stiegl-Paracelsus Bio-Zwickl gehören in Österreich zu den gefragtesten Brauprodukten. Derzeit werden 830.000 Hektoliter Bier (2020) produziert.

700 MitarbeiterInnen

Braucommune in Freistadt, Brauhausstraße 2, 4240 Freistadt

Kurzprofil:
Im Jahre 1363 verlieh Herzog Rudolf IV den Bürgern von Freistadt das Privileg, in ihren eigenen Häusern Bier zu brauen. Zur Wahrung ihrer Interessen schlossen sich die brauberechtigten Bürger der 149 Häuser der Freistädter Innenstadt zur einzigartigen ‚Braucommune in Freistadt‘ zusammen. 1770 wurde der Grundstein für den Bau des neuen Brauhauses gelegt. Die Anteile werden bis zum heutigen Tag in Eimern ausgewiesen (1 Eimer = 56 Liter). Der Besitz an der Brauerei ist untrennbar mit dem Besitz eines Hauses in der Freistädter Innenstadt verbunden – die Braucommune ist somit vollkommen unabhängig und nicht käuflich. Die ‚Commune‘ als Rechtsform einer Firma gilt mittlerweile als die Einzige ihrer Art in Europa. Seit Jahren schwimmt die beliebte Brauerei im Mühlviertel auf Erfolgskurs, derzeit werden 140.000 Hektoliter (2020) Freistädter Bier hergestellt. Das Freistädter Ratsherrn zählt zu den beliebtesten Bieren in Oberösterreich.

120 MitarbeiterInnen

Privatbrauerei Hirt, Privatbrauerei Hirt Vertrieb GmbH, Hirt 1, 9322 Micheldorf

Kurzprofil:
Bereits im Jahr 1270 wurde die Brauerei Hirt zum ersten Mal in einem Verzeichnis des Gurker Doms nachweislich erwähnt und zählt somit zu den ältesten Braustätten Österreichs. Seit 1460 kann die Besitzfolge der Privatbrauerei lückenlos nachgewiesen werden. Bis heute ist sie in Familienbesitz und wird in fünfter und sechster Generation von den Eigentümern Klaus Möller und Nikolaus Riegler geführt. Seit jeher verwenden die Brauer in Kärnten hochwertige regionale Zutaten, die mit Herz und Sorgfalt verarbeitet werden. Neben dem Wasser aus den eigenen nahegelegenen Hansl-Quellen stammt auch ein Großteil der zum Brauen verwendeten Gerste aus der Umgebung rund um Hirt. Derzeit werden etwa 117.000 Hektoliter Bier (2020) gebraut. Fahnenträger ist das berühmte Hirter Privat Pils.

120 MitarbeiterInnen

 

 

 

 

Mohrenbrauerei, Mohrenbrauerei Vertriebs KG, Dr.-Waibel-Straße 2, 6850 Dornbirn

Kurzprofil:
Der Ursprung der heutigen Mohrenbrauerei liegt im Gasthaus ‚Zum Mohren‘, benannt nach dem Inhaber der Gast- und Braustätte Josef Mohr. Am 1. Mai 1834 erwarb Handelsmann und Schlosser Franz Anton Huber das Mohrenanwesen in Dornbirn. Seit damals befindet sich das Unternehmen ausschließlich in Familienbesitz. Heute wird es in sechster Generation engagiert und weitsichtig von Heinz Huber geleitet. Die Entwicklung von zeitgemäßen Produkten, derzeit sind es 16 Biersorten, die dennoch authentisch und mit der Region und ihrer Geschichte verwurzelt sind, wird in den Fokus gestellt. Ein weiteres Anliegen der Mohrenbrauerei ist es, dass seit Generationen angesammelte Wissen über Bier in der Mohren Biererlebniswelt weiterzugeben und dadurch zum Erhalt der Bierkultur in Österreich beizutragen. Heute produziert die Brauerei 180.000 Hektoliter Bier (2020).

120 MitarbeiterInnen

Brauerei Murau eGen, Raffaltplatz 19-23, 8850 Murau

Kurzprofil:

Seit 1495 wird in Murau Bier gebraut. Seit 1910 ist die Brauerei Murau ein genossenschaftlich geführtes Unternehmen. Mit ihrer über 500­jährigen Geschichte weist sie eine lange Tradition in der Herstellung von Bier auf. Diese Tradition ist gekoppelt mit viel Qualitätsbewusstsein und einem hohen Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt. Die Brauerei Murau fühlt sich ihrer Region verpflichtet, daher stellt sie ihre Biere nach rein ökologischen Grundsätzen her. Die Rohstoffe jeder einzelnen Bierspezialität sind vom Glas bis zu ihrem Ursprung nachvollziehbar. Seit 2014 produziert die Brauerei CO2 neutrale Biere und setzte somit als eine der ersten Brauereien Europas auf 100 % erneuerbare Energie. Derzeit produziert sie 157.000 Hektoliter Bier (2020). Das Murauer Märzen ist österreichweit kaum wegzudenken.

160 MitarbeiterInnen

Schloss Eggenberg, Brauerei Schloss Eggenberg, Stöhr GmbH & Co KG, Eggenberg 1, 4655 Vorchdorf

Kurzprofil:

Das Bierbrauen hat auf Schloss Eggenberg eine lange Geschichte. Seit 1681 wird ‚das Bier zum Salzkammergut‘ bereits gewerblich gebraut. Als unabhängige Privatbrauerei mit individuellen Bierkreationen und regionaler Eigenart bietet man dem Einheitsbier gekonnt die Stirn. Und wer seit acht Familiengenerationen erfolgreich Bier braut, bleibt immer offen für neue, frische Ideen. Die Brauerei ist seit 1803 im Besitz der Familie Forstinger/Stöhr. Mit einem Bier-Ausstoß von über 100.000 Hektolitern (2020) ist Schloss Eggenberg heute eine der bedeutendsten Privatbrauereien Oberösterreichs. Das Sortiment umfasst heute 16 verschiedene Sorten, darunter Bockbierspezialitäten wie den Urbock 23° und das Samichlaus Bier.

90 MitarbeiterInnen

Trumer Privatbrauerei, Josef C. Sigl e.U., Brauhausgasse 2, 5162 Obertrum bei Salzburg

Kurzprofil:
Die in Obertrum am See in Salzburg ansässige Trumer Privatbrauerei wurde 1601 gegründet und befindet sich seit 1775 im Besitz der Familie Sigl. Seit 2013 leitet Josef C. Sigl das Familienunternehmen in achter Generation. Trumer gilt in Österreich als Pilsspezialist: das Trumer Pils, dessen Qualität laufend durch höchste internationale Auszeichnungen bestätigt wird, ist im Laufe der Firmengeschichte zum Fahnenträger der Brauerei avanciert. Die ausschließliche Verwendung von Naturhopfen, Verfahren der offenen Gärung und die besonders lange Reifezeit nach der Philosophie von Slow Brewing machen das Trumer Pils zu einem Spitzenvertreter seiner Gattung. Derzeit werden rund 50.000 Hektoliter Bier (2020) produziert.

52 MitarbeiterInnen

Bierbrauerei Schrems GmbH, Niederschremser Straße 1, 3943 Schrems

Kurzprofil:
Mitten in einer der schönsten Gegenden Österreichs, im Waldviertel, liegt Schrems. Dieser Ort ist die Heimat der kleinen, aber feinen Bierbrauerei Schrems. Hier werden Jahrhunderte alte Traditionen gekonnt mit modernem Know how verbunden, mit dem Ziel, regional und herkunftstypische Biere zu erzeugen. Die erste urkundliche Erwähnung der Bierbrauerei Schrems stammt aus dem Jahre 1410. Nach einer bewegten Geschichte erwirbt 1838 Jakob Trojan die Brauerei, die sich nunmehr seit sechs Generationen in Familienbesitz befindet. Heimische Rohstoffe veredeln elf Bierspezialitäten. Derzeit werden 30.000 Hektoliter Bier (2020) gebraut. Das Roggenbier hat sich vor allem bei Feinschmeckern einen großen Namen gemacht.

35 MitarbeiterInnen

Privatbrauerei Zwettl, Karl Schwarz GmbH, Syrnauer Straße 22-25, 3910 Zwettl

Kurzprofil:

Die Schätze der Natur, mehr als 300 Jahre Tradition und große Innovationsfreude machen Zwettler zu einer der beliebtesten heimischen Biermarken. Seit fünf Generationen wird das Unternehmen von der Brauerfamilie Karl Schwarz geführt. Nicht zuletzt ist der Erfolg von Zwettler der guten regionalen Zusammenarbeit gestiftet – mit den Waldviertler Landwirten, die besten Hopfen und beste Gerste für die Brauerei kultivieren, und auch mit vielen GeschäftspartnerInnen in der Gastronomie und im Lebensmittelhandel, welche die individuell gebrauten Zwettler Biere zu den Genießern des Landes bringen. Das Sortiment der Waldviertler Brauerei umfasst 13 charaktervolle Biere, hergestellt nach erlesenen Rezepturen. Mit 193.000 Hektoliter Bier (2020) gehört die Privatbrauerei Zwettl heute zu den bedeutendsten Privatbrauereien des Landes. Fahnenträger ist das elegante Premim Pils Saphir.

120 MitarbeiterInnen